Nivelliere oder auch optische Nivelliergeräte oder Nivellierinstrumente werden seit den 50er Jahren mit einer „automatischen Einwägung“ hergestellt. Mit dieser Technik, bei der sich das Pendel automatisch auf die Horizontale ausrichtet, ist es seither möglich, schnell und genau, auch bei wechselnden Temperaturen, auf längere Distanzen Punkte auf die gleiche Höhe auszurichten bzw. auszunivellieren.
Ein Nivelliergerät älterer Bauart war lediglich mit Libellen, die heute nur noch zu Grobausrichtung dienen, ausgestattet. Traditionell werden Nivelliere von Ingenieuren in der Landvermessung oder im Bauwesen eingesetzt. Im Prinzip ist ein Nivelliergerät nichts anderes als eine Wasserwaage für grössere Distanzen. Es werden waagrechte Flächen hergestellt, Höhenunterschiede festgestellt oder Maschinen und Bauwerke ausgerichtet.
In vielen Bereichen wurden Nivelliergeräte durch Baulaser, also Rotationslaser oder Linienlaser ersetzt. Der Vorteil eines Nivelliergerätes ggü. einem Baulaser ist heute immer noch die Genauigkeit. Bei den heutigen Standardvergrösserungen zwischen 20- und 32-fach liegt die Abweichung zwischen 2,5 und 1 mm je km, was jeden Baulaser um ein Vielfaches in der Präzision übertrifft.
Der entscheidende Nachteil ist, dass die Arbeit mit dem Nivelliergerät immer 2 Personen erfordert, also eine, die das auf einem Stativ stehende Nivellier abliest und eine andere, die im Allgemeinen die Messlatte ausrichtet.
Das erste automatisches Nivelliergerät, das Ni2 wurde von Zeiß Oberkochen produziert. Bekannte Hersteller heute (mit Ihren Produkten) sind Leica Geosystems (NA700-Serie), Swiss Geo Level (Autolevel), G.Nestle (NAN) oder Topcon (AT-Serie)